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#Pluralismo

Wie gespalten ist die Schweiz? – Die Übersicht

31. Marzo 2022

Wie gespalten ist die Schweiz? –
Die Übersicht

Der Umgang mit Corona hat tiefe Gräben in die Schweizer Gesellschaft hinterlassen. Viele Schweizer:innen waren besorgt, die Gesellschaft könne auseinanderbrechen. In der Ukraine-Frage zeigt sich die Schweizer Bevölkerung nun so einig wie seit Jahren nicht mehr. Wir fragen uns, wie gespalten die Schweiz tatsächlich ist.

In einer Umfrage vom September 2021 gaben fast zwei Drittel der Befragten die aufflammende Polarisierung der Gesellschaft als «grösste Gefahr» an – noch vor Armut, sozialer Ungleichheit oder dem Klimawandel (SVV, 2021). Mit Aufhebung der Corona-Schutzmassnahmen und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ist die Diskussion um die Spaltung der Schweizer Gesellschaft  in den Hintergrund getreten. Die Schweizer Bevölkerung scheint – zumindest für den Moment – geeint auf den russischen Angriffskrieg und die Reaktion der Landesregierung zu blicken: Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung betrachten Putin als Kriegsverbrecher und tragen die vom Bundesrat beschlossenen Sanktionen mit (Tagesanzeiger I, II).  

Wir wollen über die aktuelle Lage hinaus verstehen, zu welchem Grad die Schweizer Gesellschaft tatsächlich gespalten ist und widmen uns dafür drei Fragen:

  1. Wie steht es um die Polarisierung der Schweiz, also um darum, wie sehr sich unsere Vorstellungen unterscheiden und wie stark wir uns gegenseitig ablehnen? 
  2. Wie steht es um unsere Debattenkultur und das kollektive Sense Making, also um die Art und Weise wie wir die Welt deuten? 
  3. Wie steht es um unseren Umgang mit unserer kulturellen Vielfalt und das gegenseitige Vertrauen? 

Im ersten Teil dieser Mini-Reihe machen wir uns auf die Suche nach empirischer Evidenz für die Polarisierung der Schweiz.